Das Facebook-Experiment: Was unser Nachbar tut, danach handeln auch wir.

Konsum schaukelt sich hoch. Gesellschaftliche Stimmungen ebenfalls.
Unbewusst handeln wir stets beeinflusst nach den Stimmungen unseres Freundeskreises und auch nach dem weiteren sozialen Umfeld. Weil wir auf unbewusster Ebene (durch unsere sozialen Erbanlagen beeinflusst) besser sein wollen als der Andere und uns auch ausrichten auf das Verhalten unserer Gruppe.
Was der Nachbar denkt oder besitzt, das will ich auch – aber besser.

Das ist seit Langem bekannt. trendquest analysiert eben diese Stimmungen und Motivationen bei der Erforschung von Trends.

Diese starke Veranlagung zur Sozialbindung zeigt sich besonders deutlich bei gesellschaftlichen und sozialen Großereignissen wie Fußball oder etwa kulturellen oder politischen Großveranstaltungen.

Erneut aktuell wurde es nun belegt durch das Ende Juni 2014 bekannt gewordene Facebook-Experiment: Rd. 680.000 Nutzer wurden über die News-Timeline beeinflusst: Man erzeugte mit bewusster Absicht im Rahmen des Experiments positive oder negative unterschwellige Stimmungen bei den Nutzern und beobachtete die Auswirkungen diverser Impulsgebungen.

Jetzt in der Öffentlichkeit viel diskutierter Kritikpunkt: Die Beeinflussung fand ohne detaillierte Information der teilnehmenden Nutzer statt. Dies war natürlich genau im Sinne des Experiments: Wären die Teilnehmer detailliert über die Inhalte von Facebooks Sozial-Experiment informiert worden, hätte das Experiment nicht funktioniert, weil die betroffenen Facebook-Mitglieder sich der Beobachtung bewusst gewesen wären. Sie hätten nicht mehr normal und natürlich agiert.

Die Frage hier ist selbstverständlich: War diese Aktion des sozialen Experiments legal? Rein juristisch gesehen vermutlich ja: Alle Facebook-Mitglieder und -Nutzer haben bei Anmeldung und Nutzung den Regeln zur Facebook-Mitgliedschaft zugestimmt, dies beinhaltet Aktionen Facebooks zur Optimierung der eigenen Leistungen. Und genau diese Optimierung der eigenen Leistungen erlaubt schon ziemlich viel an auch manipulativen Handlungen und eben auch sozialen Experimenten.

Je größer das soziale Netzwerk, umso größer die sozialdynamische Wirkung.

Was ist der aktuelle Stand in der Forschung zu Gruppendynamiken?
Verhalten sich Menschen in Großgruppen wirklich eher wie schwärmende Insekten? (siehe der vielbeachtete Vortrag von W. Matthias Kunze, CEO trendquest, beim Convention Camp 2009)
Wie kann man mit diesen Erkenntnissen umgehen?

trendquest wird hierzu eigenen Sondertrendtalk durchführen. Dabei zeigen wir Einflüsse auf Marken, Marketing und Wirtschaft wie auch Gesellschaft und Politik.

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Testimonials

„Vielen Dank für die Studie – prima und auch gut weiterverwertbar. Habe schon dreimal daraus zitiert.“
Dr. Antje von Rein, Presseleitung, Hamburger Volkshochschule

Events

Einladung zum Trendtalk: Save the Date: 07.11.2019

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Rückblick:
Zum 91. Trendtalk vom 1.8.2019 mit Thema "Nachhaltiges Fintech, Öko-Finanz & -Banking" hier die Präsentation zum Download sowie ein Kurzinterview mit Max Klar, Generation Z, auf YouTube:

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