MARKETS & ECONOMICS: III – Sharing & Platform Economy – Ridesharing-Anbieter Uber als Logistik-Vorbild – Folgen und Zukunft

Drei aktuelle Themen zeigen deutlich, wie die Umsetzung von Trends in der Wirtschaft und Unternehmenspraxis aussehen kann:

I. Globale Konzern-Merger begünstigen KMU-Grass Roots Netzwerke und -Plattformen (vorheriger Artikel)

II. Trend zu nachhaltigen Investments – Beispiel: Kamakura Investment Co. Fund investiert seit 2010 in sozial-verantwortliche Unternehmen in Japan (vorheriger Artikel)

 

III. Sharing & Platform Economy – Ridesharing-Anbieter Uber als Logistik-Vorbild: Indiens aktuell größtes Fracht- und Logistikunternehmen Allcargo Logistics Ltd. erarbeitet ein ähnliches Geschäftmodell wie Uber Technologies Inc. um das eigene See-Container-Geschäft auszubauen – Folgen und Zukunft

 

Das Prinzip des Sharings – Vorteile der globalen Vernetzung haben dem Unternehmen Uber große Vorteile gebracht

Das Aufkommen von Uber und Lyft in den USA wurde durch eine komplett andere Taxi-Infrastruktur als die in Deutschland bestehende begründet. Ubers Vorteile liegen unter anderem darin, dass es in USA keine derart zentralen Taxen-Unternehmens und entsprechende Garantien gibt, wie in Deutschland. Der US-Markt ist offener als der deutsche und die Taxizentralen in Deutschland unterliegen teilweise stärkeren Vorgaben.

Offene weniger regulierte Märkte begünstigen das Wachstum der Plattform Markets und entsprechender Geschäftsmodelle. Auch wenn es Vermittler-Unternehmen in Deutschland seit je gegeben hat, so waren sie in anderen Bereichen aktiv oder stehen nun teils ebenfalls in der Kritik (z.B. Leiharbeiter-Vermittler).

Dennoch ist eine umfassende Vermittlerplattform wie Uber etwas anderes als sie beispielsweise Handelsplattformen wie Amazon oder Ebay darstellen. Im Uber-Modell geht es um zentralisierte Auftragsvermittlung an freie Mitarbeiter durch ein Unternehmen, das für diese unter Umständen als alleiniger Auftraggeber wirkt: Die hierbei in Deutschland diskutierten Themen (und damit auch Trends und bewirkter Verändungsdruck) sind unter anderem Scheinselbständigkeit und auch die wesentlich geringere Verantwortung seitens des Vermittlers – ähnliche Diskussionen zu Unterschieden zwischen klassischen Arbeitgebern und Vermittlern gibt es gerade im Bereich der Leiharbeit-Firmen: Auch diese haben andere Verpflichtungen für die von ihnen vermittelten Fachkräfte und können andere Arbeitsbedingungen für diese mit den Zielunternehmen vereinbaren als sie für festangestellte Arbeitskräfte und deren Arbeitgeber-Unternehmen gelten.

Taxiverbände hatten mehrfach in Deutschland (und teils auch anderen Ländern) gegen das Auftreten Ubers an ihren Märkten protestiert.

Das Problem ist jedoch nicht einfach der vermittelnde Dienstleister und dessen Plattform. Das Problem ist, dass die digitale Vernetzung nahezu alle Abläufe in Wirtschaft, Kommunikation und Infrastruktur effizienter machen kann – in Wirtschaftlichkeit bis hin zum Einsparen von Ressourcen. Zudem kann die einhergehende Transparenz auch demokratische Entscheidungsprozesse in Unternehmen und Wirtschaft unterstützen (New Work Future, Arbeit 4.0).

Begünstigt wird diese Entwicklung durch zunehmende Effizienz in Analyse und Auswertung der Daten (Big Data) und durch die wachsende Integration von KI-Technologien, die diese Entwicklung zusätzlich beschleunigen.

Plattformen und Sharing Economy als Vorteil?

 

Das Uber-Prinzip wird zum Trend in anderen Branchen – zum Beispiel in der Logistikbranche:

Indiens aktuell größtes Fracht- und Logistikunternehmen Allcargo Logistics Ltd. erarbeitet ein ähnliches Geschäftsmodell wie Uber Technologies Inc. Das Unternehmen plant für die eigenen See-Container den Aufbau einer Plattform nach dem Uber-Modell (siehe auch Bericht auf Bloomberg.com). Weitere Entwicklungen in diese Richtung sind zu erwarten, wobei besonders die Branchen und Unternehmen aktive Vorreiter sind, die entweder die interne eigene Innovationskraft nutzen oder durch äußeren wirtschaftlichen Druck nun handeln müssen. Dies betrifft aktuell etwa Unternehmen in der Seelogistik und angeschlossener Branchen.

 

Menschen sind langsamer in ihrer sozialen Anpassung, als es bei der derzeitigen Geschwindigkeit der Technologie-Entwicklungen erforderlich sein könnte:

Technologien kommen schneller auf, als es menschliche soziale Dynamiken und Traditionen (und damit auch interne Unternehmensabläufe und Strukturen) oft auffangen und übernehmen können.

Die Auswirkungen: Der Wandlungsdruck zeigt sich als überwiegend sozialer Druck.

Märkte ändern sich durch die sich in sehr vielen Bereichen etablierenden Plattformen stärker und schneller, als es vor den Zeiten der Digitalisierung der Fall war, Geschäftsmodelle müssen sich wandeln oder werden veraltet und von neuen Wettbewerbern überholt. Wer als Unternehmen auch in den kommenden Jahren erfolgreich bestehen und wachsen möchte, muss nicht nur technologische Entwicklungen berücksichtigen, sondern gerade die sozialen Folgen für Mitarbeiter und Kunden im Auge behalten.

Daher bietet Trendquest zu diesen Entwicklungen eigene Workshops zu Machbarkeit und Umsetzungsplanung.
Sprechen Sie uns an!

Social Profiles

Kundenstimmen

„Danke für Ihren sehr interessanten Vortrag und die Übersendung der Vortragsdatei. Mir hat besonders gefallen, dass sich ‚jemand um die Menschen kümmert‘.“
 
Rena Bargsten, mix Gesellschaft für Marketing- und Kommunikationswelten mbH

Sitemap

Vollansicht  |  Kompaktansicht

tq.Blog

Events

Trendtalk am 2.8.2018, 19:00 Uhr:
Trade Wars - neue Chancen?
Trend-Treiber Handelsstreit USA/China/EU/DE?

Talk und Experten-Diskussion, Networking und kühle Drinks
Ort: Scandic Emporio, Terrasse (EG), Dammtorwall 19 / Valentinskamp, 20355 Hamburg

- Vielen Dank für Ihre Teilnahme / Thank you for having attended! -

  • Upcoming Events in Preparation
Plus many more Events since 2005.
Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com