1-2-3! Goldene Zeiten – Dein und mein Wirtschaftswunder

Seit gut 2 Jahren war es absehbar, dass wie bei jeder Entwicklung auch in der Finanz- und Wirtschaftswelt ein „abwärts“ zu erwarten ist.

Und wodurch wird eine Abwärtsbewegung sichtbar verursacht? Durch die Schwachpunkte in der Struktur der globalen Finanz- und Wirtschaftswelt. Ergänzt durch politisches Handeln.
Im Sommer letzten Jahres habe ich mich dann gefragt, wann denn das Thema endlich öffentlich gemacht wird. Aber alles sprach von ungebremstem Wachstum für die nächsten Jahre.

Das war komisch:

Die Energiepreise steigen und steigen, Erdölressourcen werden knapper. Erdöl-Förderung wird teurer. Reiche Golfstaaten bauen ihre Wirtschaftsstruktur um auf Tourismus und Dienstleistung. Afrika erlebt aufgrund der Energie- und Rohstoff-Vorräte und daraus resultierenden Investitionen (i.e. „Entwicklungshilfe“) der Industriestaaten weiterhin steigende Investitionen und erweitertes Wirtschaftswachstum. Der Goldpreis als vermeintlich einzig sichere Finanzbasis steigt in den letzten 5 Jahren von ca. 400,- $ auf derzeit über 850,- $ die Unze. Aber erst seit ca 3-4 Monaten haben wir eine Krise. Ganz plötzlich.

Der Londoner Independent titelte vor ca. 4 Wochen „The perfect Storm“ und meinte damit nicht den Film sondern die zu erwartende Rezession in GB.
Die Menschen weltweit tendieren immer mehr zu den Faktoren Sicherheit, Tradition, Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Familie, Patriotismus bis hin zu Zitaten in Kultur, Mode und politischen Strömungen aus Wilhelminismus und Viktorianischer Zeit – alle werden immer konservativer und lokalbezogener, nicht nur in Deutschland lebt eine Neue Klassik auf. Und trotzdem geht es angeblich weiter „aufwärts mit der Wirtschaft“.

Seltsam… ich habe so meine Zweifel ob das Goldene Zeitalter wirklich schon da ist.

Wenn man diese Tendenzen und Kommunikationsweise der beteiligten Akteure berücksichtigt und noch ein paar kleinere Krisen hinzuinterpoliert, dann wird Deutschland ebenfalls seine Blessuren davontragen. Zwar nicht ganz so bitter wie es für andere Staaten zu erwarten ist, aber ausreichend genug:
Entlassungen kommen, in mehrfach-100er bis 1000er Zahlen. Die Inflationsrate steigt kräftig weiter. Und die Wirtschaft in Deutschland schrumpft und saniert sich gesund. Und wird schnellstens umdisponieren müssen auf Inlandsmarkt statt den Export hochzujubeln. Denn das Ausland hat bald eigene Sorgen. Da ist es besser, nicht ganz so abhängig von einem zunehmend weniger kaufkräftigen Auslandsmarkt zu sein.

Schauen wir mal. Ab Sommer 2008 wirds schwierig.

Wo es Arbeit gibt?
In der Marketing-Branche wird viel für Konsum geworben werden.
Die Entertainment-, Medien- und Kommunikations-Branchen schieben den Konsum an und halten die neuen und alten Arbeitslosen ruhig.
Die Politik regiert so, wie es grade passt. Hauptsache der Konsument, ähm Bürger, macht alles mit – denn die Wirtschaft darf nicht im Wachstum gestört werden und soll schön Arbeitsplätze aufbauen.

Ach ja, da war noch ein weiterer Grund für die geringeren Auswirkungen der Krise in DE:

Die Deutschen werden weniger. Sie leben länger und bekommen weniger Kinder. Das macht weniger Arbeitslose. Dafür müssen die anderen bis 70 arbeiten. Und danach zahlt das Bankkonto-Polster die Rente. Nagut, die Gesellschaftsstruktur leidet etwas. Und die öffentlichen Kassen haben weniger Einzahler. Aber das lässt sich sicherlich vom Staat zwischenfinanzieren.

Das Bankkonto? Moment, da war doch noch etwas mit der Bankenstabilität…
Tja, Also doch lieber schnell Kinder bekommen.

Dann mal los.

Testimonials

„Mein Ansprechpartner beim Kunden hat mir noch einmal bestätigt, dass wir sehr gut hinsichtlich Strategie und Konzept überzeugt haben. (…) Noch einmal ganz herzlichen Dank für eure exzellente Arbeit.“
Markus Keller, Geschäftsführer (CFO/CTO), Proximity Germany GmbH

Events


92. Trendtalk am 5.9.2019 zum Thema "Neue Wirtschaftsmodelle im Trend - Plurale Ökonomie bis lokale Genossenschaft?" - Hier via XING anmelden oder per Kontaktform an Trendquest

Zum 91. Trendtalk vom 1.8.2019 mit Thema "Nachhaltiges Fintech, Öko-Finanz & -Banking" hier die Präsentation zum Download sowie ein Kurzinterview mit Max Klar, Generation Z, auf YouTube:

Trendtalk® - seit Januar 2012 monatlich immer am ersten Donnerstag des Monats.
Talk, Experten-Diskussion, Networking.
2019er Termine: 5.9., 17.9., 10.10., 7.11., 5.12. - Jetzt vormerken