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XING? Community Marketing 2.0 oder wie man Kunden frisst

Die Business-Community XING probiert grade aus, wie es ist, wenn man Werbung auf Internetseiten platziert.
Das ist ja eigentlich nichts neues. Macht jede Portal-Website und jedes Magazin mit direkter Kundenansprache. Und es ist eigentlich auch als legitim von den Nutzern akzeptiert. Eigentlich. Oder?

Nur wie jeder Anbieter von Dienstleistungen sollte man wissen, in welcher Form Erweiterungen oder Änderungen der dem Kunden bekannten Dienstleistungs-Qualität von den Kunden akzeptiert werden und in welcher Form nicht.
Und das hat die XING-Unternehmensleitung anscheinend nicht gewusst (...?) und einfach die vom Marketing her kosteneffizienteste Art der Werbeschaltung eingesetzt:

Schaltung von Werbung auf den persönlichen Profilseiten

Um Betrieb und Upgrades der Plattform finanzieren zu können braucht XING Werbeeinnahmen. Denn die Beiträge der 10% zahlenden Nutzer von insgesamt sind zur Deckung der Kosten nicht ausreichend. So die Aussage der Unternehmensleitung von XING (Details weiter unten im Absatz mit Ergänzungen und Links).

Kein ruhiges Blut - Weil die XING AG als Betreiber die Werbung einfach so ohne Info an Nutzer und Kunden dort eingesetzt hat, wo sie den höchsten Anzeigenverkaufswert versprach: Nicht nur auf den Seiten der Nicht-zahlenden-Standard-Nutzer sondern auch direkt auf den Profilseiten der zahlenden "Premium-Mitglieder" - zahlende Kunden.

Wie jetzt? Genau: Werbung auf geschäftlichen Profilseiten zahlender Mitglieder einer geschäftsorientierten Netzwerk-Plattform. Ohne den Mitgliedern dies mitzuteilen. Etwas unpassend, oder?.

Dummerweise wussten (und wissen) viele zahlende Premium-Mitglieder gar nichts davon - denn sie selbst sehen die Werbung nicht. Sie werben aber mit ihrem Profil locker auch mal für die jeweilige geschäftliche Konkurrenz. Die Werbeanzeige ist nämlich direkt in das Layout des Progfils eingebunden - nicht etwa am Rand rechts oder oben drüber... (Werbung auf den vielen anderen Seiten der Community ist da sicher noch erträglich.)

Aber dies. Hm. Das wäre so wie zwangsweise Werbung auf der Rückseiten von Visitenkarten. Oder als würde bei Emails von meinem Geschäfts-Mailkonto mein Webprovider ab dem 01.01.2008 plötzlich vor Ausgang der Mails vom Mailserver noch einen Werbespruch unter jede meiner ausgehenden Emails setzen. Ohne mein Wissen.

AGB? Lieber nicht...

Es wäre in diesem Fall vermutlich sogar rechtswidrig. Denn über eine gravierende Änderung der Dienstleistung müssen Kunden normalerweise stets informiert werden, ob per Email oder beispielsweise per Post an den Kunden.
Okay - es sei denn, die AGB sind so lax formuliert, dass sie alles ermöglichen. Vielleicht sind sie das ja bei XING? Tststs...

Bei einer solchen Änderung ohne Ankündigung würde ich im Falle des Internetproviderbeispiels zu einem der zahlreichen anderen Internethoster wechseln.

In Web2.0-Netzwerken und Communities geht's also auch "einfacher". Wenn die Nutzer nichts merken, dann klappt das schon... Denn wirklich gut gemachte Communities und Social Networks mit guten Mitgliederstrukturen sind rar. Wer verlässt da gerne so schnell die gute Gemeinschaft?

Marketing auf sozialen Netzwerken funktioniert eher über Wahlmöglichkeiten: Werben lassen oder mehr zahlen

Wenn das Unternehmen als Betreiber eines sozialen Netzwerks unbedingt mehr Erlöse benötigt, dann direkt im SInne der sozialen Potentiale, durch eine Wahlmöglichkeit: Entweder keine Werbung, aber vielleicht irgendwann etwas höhere Beiträge. Oder mit etwas Werbung, dafür aber niedrigeren Beiträgen oder mehr Werbung, dann aber gratis.

Werbe-Zukunft - Vorbild Internet, Radio, TV - GEZ und Pay-TV

So läuft das im Internet, bei TV und Radio seit Jahren bewährt und gut. Und auch Mobile-Provider und PC-Hersteller werden hier demnächst aktiv werden - und vermutlich teils noch in die Lehre gehen müssen, wenn es mehr und mehr werbefinanzierte Smart Handies, PDAs und Computer geben wird...

StudiVZ, XING, Facebook - Wer benimmt sich so?

So benehmen sich Unternehmen, die eine vermeintliche Monopolsituation innehaben. Und Monopole sind nie gut für die Kunden. Auch für Web2.0-Monopolisten gibt es glücklicherweise Wettbewerber - und die sind im Web2.0/2.5/3.0... nicht weit:

Social Network Trends - OpenSource-basiert und geschlossen hochpreisig

Hier wird sich vermutlich eine Teilung vollziehen. Es ist plausibel sehr hochpreisige Social Networks zu erwarten. Die gab es schon seit jeher in der Offlinewelt. Und sie sind mit Sicherheit auch im Netz der digitalen Kommunikationsmedien (Internet, Mobile, ...) im Kommen. Sie werden vergleichsweise geringere Mitgliederzahlen haben - und vorziehen.

Ebenfalls dürfte sich im OpenSource-Bereich noch einiges tun. Grade für die Masse der Netzwerk-Nutzer weltweit. Nicht realistisch bei den ganzen persönlichejn Nutzerdaten? Ich glaube, das lässt sich regeln. Selbst das immer effizienter gewordene OpenSource-Lexikon Wikipedia wurde mal belächelt.

Und sogar die Platzierung von Werbung ist hier im OpenSource-Bereich denkbar, dann vermutlich eher individuell vom jeweiligen Nutzer einsetzbar. Eine Reihe von weiterführenden Links erfolgversprechender Projekte hierzu auf der Folgeseite.

Im Jahr 2008 ist noch einiges zu erwarten in der Community-Welt...
Schauen wir mal.

Die Zukunft machen wir selbst.
Jeden Moment neu.


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1. Hintergrund zum Konflikt auf XING
2. OpenSource - Socialnetworking und Community




1. Hintergrund zum Konflikt und Grund für heiße Diskussionen auf XING und in der Blogger- und Medienszene:

Zitat "Fakten & Zahlen" von corporate.xing.com:
"Mitgliederzahl: Die XING AG zählt 4,25 Millionen Mitglieder weltweit (Stand: 30.September 2007).
Zahl der Premium-Mitglieder: 325.000 Mitglieder sind Premium-Mitglieder (Stand: 30.September 2007)."

Premium-Mitglieder zahlen jährlich 5,95 Euro pro Monat. Hinzu kommen seit kurzem Erträge für kostenpflichtige Schaltungen von Stellenanzeigen durch Unternehmen/Mitglieder und weitere Dienstleistungen. Vermutlich zählt hierzu auch die Vermarktung der Plattform und eines Teils der Mitgliederdaten. Zitat: "Im 3. Quartal 2007 erzielte die XING AG Umsatzerlöse* von 4,94 Millionen Euro und erreichte damit den höchsten Quartalsumsatz der Firmengeschichte (gegenüber 4,28 Mio. € im 2. Quartal 2007 und 2,67 Mio. € im Vorjahresquartal). Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres beträgt der Umsatz* damit 13,13 Mio. € gegenüber 6,26 Mio. € im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Bereits seit dem dritten Monat nach Gründung erwirtschaftet die XING AG kontinuierlich einen positiven operativen Cash-flow."

Das klingt alles ganz gut. Und wenn das Unternehmen seine finanzielle Basis sichert, dann ist auch der Erhalt der Community sihcer, sollte man meinen.

Leider sind Communities sensibel gegenüber allzu groben Eingriffen seitens der Betreiber. Zuletzt haben wir dies bei StudiVZ erlebt, als man dort mit offener Anzeigenschaltung und Auswertung der Nutzerprofile begann.


2. OpenSource - Socialnetworking und Community

Einige davon sehr professionell, einige noch etwas im Anfang aber funktionell:

Drupal
http://drupal.org/about
http://www.drupalcenter.de/handbuch/infos
http://www.drupalcenter.de/handbuch/6274

OpenACS
http://openacs.org/

Contrexx® - Open Source Web Community und Content Management System
http://www.itlocation.com/de/community/posting.asp?PostingID=77&TopicID=5232

TRIBAX
Ein Beispiel für einen Anbieter, der den kostenlosen Aufbau einer Community bietet inkl. vorgefertigter Layouts: Das Ganze mit frei optional schaltbarer bezahlter Werbung, die aus einer (begrenzten) Anzahl werbender Kooperationspartner von TRIBAX gewählt werden kann. Das System schaut nett aus, ist aber noch in der Alphaphase: http://www.tribax.net.

Es ist also noch viel Luft für weitere Lösungen.

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trendquest : values - quests - markets in Community Marketing 2.0 oder wie man Kunden frisst am 04.01.2008 23:26:
Die Business-Community XING probiert grade aus, wie es ist, wenn man Werbung auf Internetseiten platziert. Das ist ja eigentlich nichts neues. Macht jede Website mit direkter Kundenansprache. Und es ist eigentlich auch als legitim von den Nutzern akzeptie
trendquest : values - quests - markets in XING? Community Marketing 2.0 oder wie man Kunden frisst am 04.01.2008 23:44:
Die Business-Community XING probiert grade aus, wie es ist, wenn man Werbung auf Internetseiten platziert. Das ist ja eigentlich nichts neues. Macht jede Website mit direkter Kundenansprache. Und es ist eigentlich auch als legitim von den Nutzern akzeptie
trendquest : values - quests - markets in XING? Community Marketing 2.0 oder wie man Kunden frisst am 04.01.2008 23:45:
Die Business-Community XING probiert grade aus, wie es ist, wenn man Werbung auf Internetseiten platziert. Das ist ja eigentlich nichts neues. Macht jede Website mit direkter Kundenansprache. Und es ist eigentlich auch als legitim von den Nutzern akzeptie

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